Hoffentlich sowohl modern als auch „marxistisch“ genug

Posted in Allgemein on 1. Mai 2013 by Admin

Das Buch „Gemeinschaft der Glückssüchtigen“ ist erschienen. Aktuelle Einzelheiten folgen hier:

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„Gemeinschaft der Glückssüchtigen“ (Buchentwurf)

Posted in Allgemein on 10. März 2013 by Admin

Gliederung (Entwurf Januar 2013)

 
Hebamme Geschichte und ihre Ungeschicklichkeit

Wie ich trotz & wegen der DDR zu meinem ganz individuellen Kommunismus fand (1)
Gedanken zu ungeschriebenen Gesetzen, nach denen sich Menschen richten, …
Die drei Wirtschaftskreisläufe oder auch Robinson kann helfen
Das Kommunismus-Muster Musik – Geist für alle
Wie ich trotz und wegen der DDR … (2)
Nicht alle Arbeit wird Kunst – manche bleibt Pflicht
Wie ich trotz und wegen der DDR …(3)
Wann haben wir einen Plan?
Auf zur Beförderung …
Bedürfnisbefriedigungsanstalt Kommunismus
Wie ich trotz und wegen der DDR … (4)
Warum das Bild der fleißigen Ameisen nichts mit Kommunismus zu tun hat
Sanktionsgemeinschaft Kommunismus
Über Bereiche des kommunistischen Leben
Ein paar Schlusssätze
Wie ich trotz und wegen der DDR … (5)

Umzugsplan …

Posted in Allgemein on 8. Dezember 2010 by Admin

Dieses Blog soll mit „endlich vernünftig“ zu einem neuen Blog vereint werden. Das Gerüst ist schon da – nun braucht´s nur noch Zeit, Slovs Politikblog zu gestalten …

Wollen wir denn „Kommunismus“? (12)

Posted in Kommunismus with tags , , , on 21. November 2010 by Admin

Einen Aspekt habe ich dabei zurückgestellt: Der Charakter des Arbeitsprozesses, also WIE die Arbeit gestaltet wird, wie sie abläuft, hat sich wesentlich gewandelt. Ich meine hier das, was man mit dem Wort „Arbeitsintensität“ bezeichnet. Dieser Wandlungsprozess war bereits in seiner kontraproduktiven Seite zu DDR-Zeiten erkennbar. Stichwort „Privat geht vor Katastrophe“.
Im Kampf um Profite (bzw. einem internationalen Klassenkampf) zählt genau genommen nur die am Schluss aus der Wirtschaftseinheit heraus realisierte Menge Waren. Auch ein sich sozialistisch dünkender Staat, der neben kapitalistischen überleben will, muss sich da anpassen.
Der „Kommunismus“ kennt aber keine „Waren“, genauer: er kennt nicht die „Wertform“ der Gebrauchswerte verkörpernden Güter. Worum geht es aber bei JEDEM Gebrauchswert (im Gegensatz zum Tauschwert, wo dies nur Mittel zum Zweck ist)? Um die Verbesserung der Lebensumstände von Menschen. Und verbessert es nicht AUCH die eigenen Lebensumstände, wenn man sich mit einem „Kollegen“ über Erziehungsprobleme unterhalten kann, die die eigenen Kinder gerade verursachen (und umgekehrt den Anderen Ratschläge zu geben)? Ginge nicht eine Krankenschwester wesentlich lieber arbeiten, wenn sie ein paar Minuten mehr hätte, um mit Patienten und Kollegen zu reden? Das hebt natürlich den gesellschaftlichen Rang von Menschen, die ich hier als „Kommunikatoren“ bezeichnen möchte, also Menschen, die als Haupt“arbeits“ergebnis bei ihren Mitmenschen gute Laune verbreiten. Ich möchte nicht den „Arbeitsprozess“ zur „Dauerparty“ hochstilisieren, aber auf jeden Fall haben ein paar Jahrtausende Klassengesellschaft das Meiste vom ursprünglichen gemeinsamen „Singen“ bei der Vor- und Nachbereitung eine Jagd aus dem Denken der Menschen vergrault. Selbst Marx stellte sich scheinbar die kommunistische Arbeitswelt als kreative Entäußerung eine Menschheit aus lauter Workoholics vor.

Ich will nicht behaupten, dass es diesen Trend nicht geben wird, dass in einer kommunistischen Zukunftswelt also nicht eine wesentliche Zahl von Menschen wirklich ihren Lebensinhalt darin sehen wird, „der Gemeinschaft“ die meisten und besten Produkte im weitesten Sinne zu erschaffen. Aber die werden nur eine Gruppe von vielen sein. Es wäre sogar schlimm, wenn das anders wäre: Zu den technischen Merkmalen dieser Zukunftsgesellschaft gehört ja der absolut freie Datenfluss. Wenn also irgendwo auf der Welt eine Erfindung gemacht wird, so steht diese sofort allen Anderen zur Verfügung – notfalls, um sie noch zu verbessern oder speziellen Bedingungen anzupassen. Wohin sollte es da führen, wenn 80 Prozent der Menschheit dann große Erfindungen machen wollten?! Sie können es nur als „Hobbytüftler“ – so etwas, was wir heute bei den Computerfreaks finden. Nur so als Beispiel. Wirtschaftliches Wachstum stößt ja auch heute schon an natürliche Grenzen (nicht nur an die der Verwertungslogik).

Wollen wir denn „Kommunismus“? (11)

Posted in Kommunismus with tags on 20. November 2010 by Admin

Beim Geschirrspüler stand ich vor dem nächsten Problem. Es gibt schlicht Tätigkeiten, die DOOF, schwer oder in anderer Weise abstoßend sind. Viele sind aber dabei, die durch Technik ersetzbar sind. Eine Arbeit muss für bestimmte Menschen(gruppen) „das gewisse Etwas“ haben, den Reiz, der sie zum Stolz verführt, dass sie genau diese Arbeit ausführen. Das kann das Kreative dabei sein oder das künstlerische Element, aber auch die Schwere oder Kompliziertheit in anderer Art. Das Wissen, „das kann nicht jeder“. Zumindest nicht so.
Das ist keine Generallösung. Aber es trifft für eine erhebliche Zahl an Aufgaben zu und es gehört zu den Merkmalen des „Kommunismus“, dass es ABSOLUT keine allgemeinverbindlich geltenden (Zwangs)Regelungen geben wird.

Juristische Ächtungen werden durch rein moralische Missbilligungen ersetzt. Wer sich absolut jeder Tätigkeit fürs Gemeinwohl zu entziehen versucht, wird dadurch am stärksten „gestraft“, dass er einfach „schief angesehen“ wird. Solche Menschen riskieren einfach einen schlechten Ruf“.

Dies setzt allerdings zweierlei voraus: Zum einen ist es für eine Mehrheit der Gesamtbevölkerung der Erde selbstverständlich, sich arbeitend zu bestätigen. (Insofern hätte sich in gewisser Weise nichts verändert.) Zum anderen ist die Gemeinschaft aller Menschen nicht darauf angewiesen, dass unbedingt jeder in gesellschaftlichem Rahmen arbeitet. Anders ausgedrückt: Die zur Reproduktion der gesamten Gesellschaft erforderliche Gesamtarbeit ist so relativ klein, dass es die Arbeitenden schon stören würde, wenn sie noch weniger zu arbeiten hätten.

Wollen wir denn „Kommunismus“? (10)

Posted in Kommunismus with tags , , , , , on 19. November 2010 by Admin

Aber zum Kern des Kommunismus Wollens oder Nichtwollens:
Das ist doch eigentlich die Erwartung der ausbrechenden allgemeinen Faulheit.
Nun habe ich bereits angefangen herzuleiten, dass wir uns eine wesentlich größere Portion Faulheit leisten können (und wollen sollten). Wenn wir die heutigen Arbeitsbedingungen betrachten, müssen wir sie uns sogar leisten. Der „Kapitalismus“ braucht Verhältnisse mit einer „Reservearmee“, also Menschen, die Arbeit wollen, aber keine finden. Sie sind die nützlichen Idioten: Zum einen sind sie Erpressungspotential gegen die Arbeitenden bei allen Verbesserungsforderungen bis hin zur Basis für eine Niedriglohnoffensive auf breiter Front. Zum anderen eignen sie sich als Sündenböcke für alles Mögliche (und sei es als angebliche „Sozialschmarotzer“, die den Blick auf die tatsächlichen verstellen). Braucht das ein Mensch???
Aber dann kommt das Faulheitsargument, dass alles nur mit etwas Druck geht.
Das Argument wird schon schwachbrüstiger, wenn man konkret fragt, Würdest denn du dein Leben lang auf der faulen Haut liegen, wenn du kein Geld durch Arbeit verdienen müsstest?
Die häufigste Antwort ist dann, Na, ich nicht. Ich will ja was schaffen im Leben. Aber die Anderen …
… Die Anderen geben aber dieselbe Antwort!
Wo also liegt das Problem?
Falsch gefragt – es sind viele Probleme.
Sagen wir, es gibt natürlich Menschen, die kommen vor Dreck und alten Flaschen kaum durch bis an die Wohnungstür. Normale Durchschnittsmenschen machen sauber, wenn sie die Notwendigkeit einsehen (okay, die Schmerzgrenzen sind verschieden). Und es findet sich jemand, der den Abwasch macht, wenn der Berg nicht übergroß ist und die „Arbeit“ nur darin besteht, das schmutzige Geschirr in den Spüler zu packen und den Knopf zu drücken. (Entschuldigung. Das ist schon eine neue Frage.) Also „zu Hause“ „arbeitet“ man, weil man weiß, wozu es gut ist. Nun frage man mal Bürger für Bürger, wozu sein „Job“ gut ist – außer dass er sein Geld damit verdient…
Sprich: In einer Gesellschaft, in der die Arbeiten, die gemeinschaftlich erledigt werden, sowohl sinnvoll sind als auch als sinnvoll erkennbar sind als auch als sinnvoll erkannt wurden, finden sich eben Menschen, die in diesen Arbeiten ihre Erfüllung finden. (Warum muss das JEDER sein?!)

Wollen wir denn „Kommunismus“? (9)

Posted in Kommunismus with tags , , , on 18. November 2010 by Admin

Es ist auch nicht einfach: Viele Beziehungen müssen ganz anders als gewohnt gedacht werden.
Setzen wir einige Stützbalken und Zwischenwände:
Erster Schritt: Denken wir alles Militärische von der gesamten Welt weg. Dies schafft zwei Optionen. Die eine: Das für die Zerstörungsmittel vergebene Potential an Menschen, Wissen und Material wird auf die Produktion von Gütern umgelenkt, die konkrete Bedürfnisse von konkreten Menschen befriedigen – von Hunger bis Handy. Die zweite wäre, die Masse an industriellem Produktionspotential insgesamt abzusenken. Also wenn wir uns vorstellen, durchschnittlich arbeitete jeder Arbeitsfähige jetzt weltweit entfremdet acht Stunden täglich (ich rechne hier Soldaten den „Arbeitenden“ zu – der Statistik wegen), so sinkt dann das entfremdete Arbeitspotential um etwa ¼ , also auf sechs Stunden.
Anders gesagt: Gehen wir davon aus, dass alle Menschen auf der Erde eine bestimmte „Menge Bedürfnisse“ haben. Nehmen wir die (des Modells wegen) als konstant an. (Natürlich steigt sie beständig – dem steht aber auch eine insgesamt höhere Produktivität gegenüber) Dann ist logisch, dass eine bestimmte, dem jeweiligen Niveau der „Produktion“ geschuldete Zeit nötig wäre, diese Bedürfnisse zu befriedigen.(Im Moment steht noch die zusätzliche Schranke, dass nicht jedes Bedürfnis bezahlt werden kann, also manche Menschen verhungern „müssen“.)
Wenn wir das im Laufe der Jahrtausende entstandene Geflecht von „Notwendigkeiten (der Klassenordnungen) entflechten wollen, dann gehört dazu vernünftigerweise, jene Tätigkeiten zu entfernen, die in letzter Instanz keine „menschlichen Bedürfnisse“ befriedigen, sondern ausschließlich die Welt“ordnung“ zementieren.
Die zweite Gruppe, die im Wesentlichen verschwinden kann (nicht 100%ig) sind alle Tätigkeiten, die unmittelbar und mittelbar mit „Eigentumsdelikten“ zusammenhängen. Jenes Eigentum, das gesellschaftliche Verhältnisse schafft, also das an „Produktionsmitteln“ und deren Ergebnissen (also „Waren“) verschwindet ganz. Es bleibt nur ein privates Eigentum, was die jeweilige Persönlichkeit mit bestimmt. Dies wird die wachsende Rolle von Kunst bewirken. In dem Augenblick, in dem z. B. ein Auto eben nicht auch ein soziales Statussymbol ist, sondern jeder nur die Frage beantworten muss, wie er „am günstigsten“ von A nach B kommt, „Besitzer“ eines privaten Sportwagens vom „Mantafahrer-Image“ bedrängt werden … denn „leisten“ kann sich jeder jeden Wagen, also „leistet sich“ jeder – umso wahrscheinlicher eine besonders vernünftige“ Lösung. Das schließt allerdings das Vorhandensein vernünftiger Systeme ein, setzt sie sogar voraus.